Infotag über die Arbeit an der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Schwerpunkt Kommunikationsstörungen

Termin: 28.06.2014, 09:00 - 13:00 Uhr

Ort: Mainz, Ratssaal der Stadt im Rathaus


Der Infotag über die Arbeit an der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz wurde von unserer Beirätin für Phoniatrie/Medizin, Prof. Dr. Annerose Keilmann, exklusiv für die GISKID-Mitglieder organisiert.


Ein Rückblick



Am 28. Juni von 9 bis 13 Uhr hatten wir vom Schwerpunkt Kommunikationsstörungen der Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit dem Netzwerk Kind und Sprache und der GISKID zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Prof. Dr. Jörg Meibauer vom Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Germanist und ausgewiesener Experte im Bereich Pragmatik, sprach über das Thema „Pragmatik: Grundlagen, Entwicklung, Störung“. Er wagte einen Ausflug in die sprachwissenschaftliche Theorie und blieb doch – auch aufgrund passender praktischer Beispiele – für alle Zuhörer verständlich.

Frau Dr. Anne Läßig, FÄ für Phoniatrie und Pädaudiologie, Anne Fabian, Akademische Sprachtherapeutin, und Dipl.-Psych. Ludwig Braun von der Klinik stellten das stationäre Konzept der Universitätsmedizin für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen vor. Die stationäre Therapie für Kinder mit schweren Sprachentwicklungsstörungen hat eine über 50-jährige Tradition in Mainz. In den ersten Jahren behandelte die Klinik zuweilen auch Kinder, für die die nächste Logopädin nicht erreichbar war. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt Kommunikationsstörungen auf Kinder spezialisiert, die schon mehrere Jahre ohne ausreichenden Erfolg ambulant behandelt wurden. Diese Patientengruppe nimmt sie stationär auf, untersucht die Kinder mit aktuellen Diagnostikverfahren und wendet ein multiprofessionelles Behandlungskonzept an: Ärzte, Logopäden, Heilpädagogen, ein Psychologe, Kinderkrankenschwestern und Erzieher wirken in dem intensiven Sprach- und sensomotorisch-perzeptiven Therapiekonzept zusammen. Die Therapie erfolgt in Intervallen von erst einer Woche, dann zwei Wochen und später wieder zwei Wochen, jeweils von Montag bis Freitag.

An der Klinik und im Sprachheilzentrum Meisenheim wird derzeit eine Studie zur Genetik von Sprachentwicklungsstörung durchgeführt, deren Studiendesign und erste Ergebnisse von Frau Dr. Pollak-Hainz geschildert wurde. Den Abschluss bildete ein Vortrag von Frau Prof. Keilmann zur Therapie des Stotterns bei Kindern und Jugendlichen.

Zur Veranstaltung im Rathaus der Stadt Mainz erschienen 50 Teilnehmer, u.a. Logopädinnen, Ärztinnen im öffentlichen Gesundheitsdienst, aber auch einige Eltern.


Programm zur Vortragsveranstaltung zu Sprach- und Sprechstörungen

Informationen zum Schwerpunkt Kommunikationsstörungen der Universitätsmedizin Mainz